Groth Storm Reuter
Aus Lyra
Beginn jeweils 20 Uhr
Eintritt jeweils: Lyra-Mitglieder 8.- Vorverkauf 10.- (Für Nichtmitglieder) Abendkasse 12.-
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Helmut Robitzky und Ulf Schirmer "Fritz Reuter-Abend""
Im Mittelpunkt stehen Fritz Reuter’s plattdeutsche Bauernschwänke und musikalisch vorgetragene plattdeutsche Lyrik
Am 2. September 2011 bittet Helmut Robitzky in der Galerie von Jens Rusch seinen Jugendfreund Ulf Schirmer mit auf die Bühne.
Gemeinsam streuen sie plattdeutsche Lyrik im Stile der Café-Haus-Musik in New Orleans in einer gefühl- und temperamentvollen Interpretation auf die Zuschauer aus,. Ulf Schirmer bläst dabei die Klarinette oder das Saxophon. Er zählt auf diesen Instrumenten zu den besten des Landes. Helmut Robitzky singt die Lieder, teilweise mit Ulf im Duett, und sorgt für den erforderlichen Rhythmus auf seinem Banjo.
Zwischen den einzelnen Liedbeiträgen dürfen sich die Zuschauer auf humorvolle Bauernschwänke (Läuschen und Rimels) von Fritz Reuter freuen, die Helmut Robitzky mit komödiantenhafter Mimik und dialogbedingter Stimmenverstellung rezitiert.
Bernhard von Oberg liest "Der Schimmelreiter"
- Bernhard von Oberg" Storm "Der Schimmelreiter" Szenische Lesung am Dienstag, den 6. September 2011
Er las aus dem Schimmelreiter bereits im roten Haubarg und an verschiedenen anderen Orten, meist im Zusammenhang mit den ausgestellten Schimmelreiter Illustrationen von Jens Rusch. Bildhaft und ausdrucksstark trägt Bernhard von Oberg ausgesuchte Szenen aus Storms Meister-Novelle vor, oft düster und erdverbunden, eben dem rauhen Klima Norddeutschlands auf besondere Weise verbunden. Deichbau und das haidnische Unterbewusstsein des Deichgrafen Hauke Haien erhalten verwandten Ausdruck.
Martina Fluck und Heiner Egge "Klaus Groth- Ein Dichterleben"
Am Freitag, den 9. September 2011
"Klaus Groth - Ein Dichterleben" von Martina Fluck
Klaus Groth wird als Sohn eines Müllers 1819 in Heide / Holstein geboren. Er ist ein typisch hochbegabtes Kind, wissensdurstig und von seinem phänomenalen Gedächtnis geprägt. Die höhere Bildung bleibt ihm trotzdem versagt. So wird er nach einer Ausbildung auf dem Lehrerseminar Mädchenschullehrer in Heide. Für den feingeistigen, sensiblen Mann wird das Lehrerdasein zur Tortur. Er wird krank und muss den Schuldienst quittieren.
Mittellos geht er nach Fehmarn und beginnt in seinem Heimatdialekt der dithmarscher Mundart Gedichte zu schreiben. Mit der Gedichtsammlung „Der Quickborn“ hat Klaus Groth etwas völlig Neues geschaffen. Aus einem bisher nur mündlich überlieferten Dialekt kreierte er eine poetische Schriftsprache. Die Leser in ganz Deutschland sind begeistert und Klaus Groth ist schlagartig bekannt.
Das Tor zu einer großen wissenschaftlichen Karriere bleibt dem „Emporkömmling“ trotzdem verschlossen. Er heiratet die gebildete und wohlhabende Weinhändlertochter Doris Finke und führt mit ihr ein offenes Haus, das von der Musik geprägt ist. Für seinen Freund Johannes Brahms verfasst Groth hochdeutsche Liedtexte.
Als Doris Finke stirbt bleibt er mit drei halbwüchsigen Söhnen als allein erziehender Vater zurück. Untypisch für diese Zeit widmet er sich dieser Aufgabe liebevoll.
1899 stirbt Klaus Groth in Kiel.
"Klaus Groth in seiner Kajüte" gelesen von Heiner Egge
Begleitend und ergänzend zu dem Film von Martina Fluck „Klaus Groth- Ein Dichterleben“ wird der Schriftsteller Heiner Egge einige Passagen aus seinem Roman „In der Kajüte“ lesen. Darin begibt er sich auf die Spur des Dichters, durchwandert mit ihm die Lebensstationen: Vom Müllersohn aus Heide zum Professor in Kiel. Zusammen mit Reuter der Neubegründer der plattdeutschen Literatursprache. Schöpfer unsterblicher Gedichte. Kajüte nannte Groth sein Arbeitszimmer in der Villa am Kieler Schwanenweg. Es lag im Souterrain und war ihm der liebste Ort auf der Welt. Die letzte Sicherheit eines komplizierten, sensiblen Menschen. Egge wird in seiner Lesung auch und ganz besonders die plattdeutsche Sprache zum Klingen bringen.
Heiner Egge: „In der Kajüte“, Ein Roman um Klaus Groth, Husum Verlag, 2004. 15.90€
Links
- www.yucca-filmproduktion.de

