Michy Reincke

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Rückblick auf ein weiteres, grandioses Konzert mit Michy Reincke im August 2012. Diesmal begleitet von Jörn Heilbut.
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Mit Ana Depenbusch 2006
2006
2012
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2012 in Begleitung von Jörn Heilbut
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Karsten
2012
Die Story vom verbiesterten Johnny Winter: "Rock´n roll!"

Stimmen zu Michy Reincke

"Der Name kommt mir nicht bekannt vor" ist das Beste, was der 52-Jährige in den letzten Jahren für sich getan hat. [Brigitte Jan.12]


Kurz vor Weihnachten veröffentlicht Michy Reincke ein grandioses und virtuoses Album. Dem Musiker, Autor und Produzent gelingt damit eine sehr persönliche Interpretation zeitgenössischer Popmusik. Der Mann wäre in Frankreich wahrscheinlich ein Superstar. [WILD Dez.11]


Eine romantische Großherzigkeit liegt in diesen Liedern, die gekonnt geschrieben und aufgenommen wurden, doch nicht nur das: Sie gehen auch ans Herz. [Rolling Stone Dez.11]


Reincke hat viele Alben gemacht und "Der Name..." dürfte davon eines der stärksten sein. Er hat einen klaren Sinn für textlich auf links gedrehten, romantischen, harmonischen Pop, Balladen und Kommerzkritik. Mit 52 ist der Mann immer noch eine Entdeckung. [mBeat Jan. 12]


CD des Monats! Er pflegt wunderbaren Pop für Erwachsene, nachdenklich, klug, eingängig und voller Wärme. Der erinnert auf seinem aktuellen Album in den besten Momenten an die sehnsüchtigen Song-Juwelen eines Jimmy Webb oder Burt Bacharach. [Bielefelder Stadtmagazin Jan.12]


Hier kommen Geschichten eines Bohemiens mit Bodenhaftung. Dieser Hamburg-Blues hat Soul und rockt. Nach alle den Poisels, Bouranis und Bendzkos als erklärte "deutschsprachige Erwachsenen-Musik" ein echtes Fest. [Journal Frankfurt Dez.11]


Das ist doch mal ein verdammt cooles Statement, in Zeiten des hochtourigen Product-Placements ein Album so zu benennen. Der Typ strotzt vor Selbstbewusstsein, entspannt mit nölig-charmanter Stimme kommen die 13 Songs daher. Michy Reincke ist ein schlaues Kerlchen, als Songschreiber sehr begehrt. Populäre, deutschsprachige Musik für Erwachsene – ein relaxtes Album. [Osnabrücker Nachrichten Dez.11]


Diese Musik ist etwas für große Leute. Mit einer klugen Betrachtungsweise erreicht Michy Reincke nicht nur das Herz sondern auch den Verstand wirklicher Musikliebhaber. Schön gemacht und anspruchsvoll. [Albumcheck Jan.12]


Seit den 90er Jahren ist er Solo unterwegs mit seiner markanten Stimme und vor allem als Songwriter (auch für andere) - mit nicht alltäglichen Texten, die mehr Niveau haben, als eine komplette Casting-Staffel im deutschen Fernsehen. [HR1 Dez.11]


Zwischen Poetenpop und Deutschrock: "Der Name kommt mir nicht bekannt vor" regt zum Nachdenken an. [IN-Starmagazin Dez.11]


"Nur um dich tanzen zu sehen" ist ein Ohrwurm mit hohem Gute-Laune-Faktor. Alles klingt erwachsener - und sehr sympathisch. [HÖRZU Dez.11]


"Hätt´ich in meinem Kopf Hände" zeigt uns den Liedermacher Michy Reincke in einer neuen Perspektive aus Herz, Hirn und Hand, die dennoch so vertraut ist, wie wir den Hamburger Jung´ kennen, lieben und wieder einmal hymnisch in unser Herz schließen. [Kieler Nachrichten Dez.11]


Hoch im Norden wird richtig gut Musik gemacht... Man sollte sich einlassen auf die Einladung seines neuen Albums.. Es ist eine CD mit vielen schönen, erwachsenen Popsongs geworden. Der gebürtige Hamburger, präsentiert seine Lieder melancholisch, gelassen und unaufdringlich – und mit einer bemerkenswert geräucherten Stimme... [NRZ Feuilleton Dez.11]


Lässig poppig ist die Scheibe geraten, kein Ranschmeißen an Zeitgeister und Charts-Klänge, dafür zeitlose Songs, die mal an Tom Petty gemahnen („Wir fliegen vorbei“), mal Folk und Chanson verbandeln („Wo man Lieder für sie singt“). Wohlfeile Texte, ein albumlanges Phrasenausweichmanöver. [Neue Presse Jan.12]


Hochwertige Musik mit Anspruch, keinem Stil eindeutig unterzuordnen. Ob Liedermacher, Rock oder Pop - das muss jeder für sich entscheiden. Der wundervolle Geschichtenerzähler Reincke hat sich mit diesem Album einmal mehr selbst übertroffen, die Texte sind reines Futter für das Kopfkino und die Musik Balsam für die Seele. [deutsche-mugge.de Dez.11]


Eine rundum gelungene Mischung zwischen Melancholie, Abschied, Kummer, Wiederaufbruch, Humor, Tiefsinnigkeit, Augenzwinkern, Lebensweisheit und Freude... Angesichts der Qualität von "Der Name kommt mir nicht bekannt vor" wäre es ein Frevel, Michy Reincke zu ignorieren. Er stellt mit Sicherheit eine Besonderheit in der deutschsprachigen Musiklandschaft dar. [Rocktimes Jan.12]


Zum Niederknien: Michy Reincke. [dpa Dez.11]


Kaum ein anderer schafft es so geschickt, Stimmungen wie Melancholie und Hoffnung zu eingängigem, doch sympathisch unaufdringlichem Erwachsenen-Pop zu verarbeiten wie der Hamburger Songschreiber. Beispiele dafür sind auch auf seinem neuen Album jede Menge zu hören. [Hamburger Morgenpost Jan.12]


Sollte jemals ein Preis für den kuriosesten Songtitel des Jahres 2011 vergeben werden, ist Reincke jetzt schon dafür nominiert. [Mitteldeutsche Zeitung Dez.11]


Die Lieder des Hamburgers mit der Whiskey-Stimme sind mal zum Träumen, mal zum Lachen, mal zum Weinen. Er mixt Rock, Pop, Chanson und Zirkusmusik und unterlegt den Sound mit herrlich verdrehten deutschen Texten. Schön schräg! [Super Illu Dez.11]


Mit seinem unkategorisierbaren Stil, bei dem sich schon mal die unterschiedlichsten Genres, wie Zirkusmusik-Elemente, Rockmusik und der Sound der 60er- und 70er-Jahre mit tiefgehenden Texten über die Liebe und das Leben vermischen, hebt er sich deutlich aus der Masse zeitgenössischer deutschsprachiger Popmusik hervor. [Subway Dez.11]


Herr Reincke schafft es, dass einem ganz warm ums Herz wird, so standfest, altmodisch und smart ist sein neues Album. Im chansonesken 70er-Jahre Stil tut Reincke so, als wäre Pop 2012 eine Veranstaltung für geistreiche Erwachsene und packt sein Publikum genau an den richtigen Stellen. [Männer Dez.11]


"Auf seinem neuen Album singt Hamburgs Popheld alte und frische Stücke entspannt wie nie." [VOUGE ´10]


"Michy Reincke geht seit jeher seinen eigenen Weg. Sein neues Album ist ihm besonders gelungen." [FAZ ´10]


"Reincke ist einer der ganz Großen der Musikszene, weil er keine "Eintagsfliege" ist, ein krisenfestes Publikum besitzt." [Cellesche Zeitung ´10]


"Michy Reincke ist authentisch, ungeschminkt, klug, seine Musik ist einfühlsam, seine Texte rühren zu Tränen. Und so sind auf "Palais Salam" wahre Musik-Perlen, die neudeutsch gesagt so "gechillt" daherkommen, dass jeder Flugplatz zur Blumenwiese, jedes Fußballstadtion zum Erholungspark wird und man im Oktober 2010 die Herbstblätter unter seinen Füßen spürt." [Gute Laune TV ´10]


"Michy Reincke steht für Außergewöhnlichkeiten ohne großen Aufwand. In seinen Liedern wärmt der Künstler das Herz der Menschen. Er singt, erzählt, betrachtet, hinterfragt, ohne seine herrliche Leichtigkeit zu verlieren." [Märkische Allgemeine ´09]


"Michy Reincke intoniert mit unverwechselbar samtenen Organ ziemlich das Lyrischste, was es in deutscher Sprache gibt." [Melodie & Rhythmus ´09]


Rückblick "Lausch Lounge"

Kühlschrank-Magneten und viele Talente

Ein Abend mit Potential: Michy Reinckes „Lausch Lounge“ begeistert in der Galerie Rusch

Von Jörg Lotze

Brunsbüttel – Das legendäre „Taxi nach Paris“ gab es an diesem Abend nicht. Diese Nummer und damit seinen größten Hit hatte der Hamburger Sänger und Musikproduzent Michy Reincke erst unlängst in der Galerie Rusch zum Besten gegeben. Diesmal war er „nur“ als Moderator da.

Dafür hatte er aber eine geballte Ladung an ausgewählten Künstlern im Schlepptau, die bei seiner „Lausch Lounge“ in Brunsbüttel auftraten. Reinckes gleichnamige Konzertreihe, seit 2004 vornehmlich in Hamburg veranstaltet, war bereits für diverse Nachwuchsinterpreten das Sprungbrett zu einer Karriere, etwa für Annett Louisan. Weit mehr als hundert traten insgesamt auf. „Es geht hier nicht darum, Musik und ihre Macher nur nach der Wirtschaftlichkeit zu beurteilen, sondern vor allem nach ihrem Talent sowie der geistigen und seelischen Qualität“, sagte Reincke und spielte damit auf so manches „Superpopstar-Such-Format“ im deutschen Fernsehen an. „Es gibt doch so viele tolle Künstler vor der eigenen Haustür, die sonst keine Chance bekommen, aufzutreten.“

Gern hinschauen und natürlich auch hinhören mochte man bei diesem kurzweiligen und restlos ausverkauften „Talenteabend“ in der Galerie Rusch, der so einiges zu bieten hatte. Beispielsweise den Wahl-Hamburger Wolfgang Müller, der Material aus seinem aktuellen Album „In der Zwischenzeit“ zum Besten gab. „Ich habe mein Programm dem Wetter angepasst – es wird traurig und tränenfeucht“, sagte er. Ganz so war es dann aber doch nicht. Eher zum Nachdenken anregend. So wie beispielsweise bei diesem Satz: „Es gibt Menschen, die nehmen Tabletten, um einschlafen zu können und stellen sich dann zwei Wecker, um wieder aufzuwachen.“

Augen- und Ohrenweide war im Anschluss auch das Duo „Fjarill“, das aus der Schwedin Aino Löwenmark und der Südafrikanerin Hanmari Spiegel besteht. Die Frauen servierten eigene Stücke in schwedischer Sprache. „Das klingt toll, auch wenn man nicht jedes Wort versteht“, sagte Reincke und zitierte die amerikanische Tänzerin Martha Graham: „Ich möchte nicht verstanden, sondern gefühlt werden.“ Nicht zu viel versprochen: Fjarill fühlte sich toll an.

Mika Doo brachte gleich drei Musiker mit – außerdem eine originelle Neuauflage des Lou-Reed-Klassikers „Perfect day“ und eine noch originellere Zugabe: Sich selbst an der Ukulele begleitend, sang sie in zwei Versionen „Moon River“ – eine Ode an die Musik, wie sie betonte. Reincke formulierte es noch anders: „Die mit Abstand charmanteste Zugabe, die ich seit langem gehört habe.“

Den Schlussakkord lieferte Justin Balk – sichtlich aufgeregt, was er mit lustigen Sprüchen zwischen seinen Popsongs erfolgreich kompensierte. Er brachte auch Kühlschrankmagneten mit, die die Käufer seiner CDs am Ausgang als Bonus geschenkt bekamen. Ebenso wie seine mehr als treffende musikalische Einschätzung zum Lausch-Lounge-Programm: „Dieser Abend hat Potential.“ Sogar weit mehr als das.

- Einen Mitschnitt des Abends kann man in den nächsten Tagen auf der Internetseite „www.lauschlounge.de“ hören – und im Radioprogramm der NDR 1 Welle Nord, die diese 32. „Lausch Lounge“ in Brunsbüttel aufzeichnete.


Immer Sonne ist Wüste

Aufsatz Sommer 2003

Die Krise der populären Musik in Deutschland als Spiegel einer gesellschaftlichen und kulturellen Haltung

von Michy Reincke

Orientierungslosigkeit und Identitätsschwäche Nirgendwo gibt es einen sozutiefst skeptischen, die eigenen Kräfte verleugnenden Umgang mit derheimischen Popkultur wie in Deutschland, einem der größten Märkte fürPopmusik weltweit. Die Auffälligkeit des geringen Anteils, bzw. dergeringen Vielfalt eigensprachiger, zeitgenössischer Popmusik in denMedien hat historische Ursachen. Die „befreiende“ Nachahmung desamerikanischen Weges nach 1945, als wirtschaftlicher und kulturellerKompass, ist ein Grund für den generellen Mangel an eigenen Konzeptenin Deutschland. Die Überbewertung einer ausschließlich kommerziellen Ausrichtung und die Vordergründigkeit eines rein unterhaltenden Anspruchs, verdeutlichen ein stark limitiertes Verständnis von Erfolgund Musik....

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Leserbrief an "Die Zeit":

..Irritierend, dass es immer noch populäre Musik gibt, die nicht dazugeschaffen wird, um eine Hit-Single zu sein oder für die ausschließlichkommerziellen Aspekte des Radiomachens konzipiert wird.Eine Musik, die nicht in einer Pose erstarrt. Deren geistiger &seelischer Nutzen für eine Gemeinschaft sehr groß sein & Identitätschaffen könnte & vielfach in der Lage wäre Menschen klüger &empfindsamer zu machen...

mehr lesen:Leserbrief als Word Dokumentdownloaden http://www.michyreincke.de/html/Schatz/leserbrief%20reincke.doc

Artikel: Dauerberieselung im Radio:

28.09.04: Michy hat in der Tageszeitung DIE WELT einen Artikel zum Thema "Dauerberieselung im Radio" geschrieben. Hier der Link.


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Zu „Pop ohne Heimat“ von T.Gross

Leserbrief von Michy Reincke michyreincke@t-online.de 040 2278429

Zu „Pop ohne Heimat“ von T.Gross/ Die Zeit-Feuilleton Nr. 42 7.10.04


Hamburg 09.10.04


Radio-Quote - was für ein häßliches Wort. Um wieviel herrlicher: Einschalt-Quote! Das einzig wirkliche Kriterium um Programm zu machen. Aber wenn nur Mehrheiten den Wert einer Sache bestimmen (wie originell!) & es den Redaktionen nicht gelingt, sich mit recherchierten kulturellen Informationen zu behaupten, sondern ihre Fähigkeit Qualität zu differenzieren einzig darin besteht, Quantitäten (Verkäufe, ausländische Charts, Umfrage-Ergebnisse) zu messen, wofür braucht man dann ihre Kompetenz, ihren Geschmack & ihre Leidenschaft?

Irritierend, dass es immer noch populäre Musik gibt, die nicht dazu geschaffen wird, um eine Hit-Single zu sein oder für die ausschließlich kommerziellen Aspekte des Radiomachens konzipiert wird. Eine Musik, die nicht in einer Pose erstarrt. Deren geistiger & seelischer Nutzen für eine Gemeinschaft sehr groß sein & Identität schaffen könnte & vielfach in der Lage wäre Menschen klüger & empfindsamer zu machen.

Versuchen Sie doch einfach, die Forderung nach einer Radio-Quote als politisches Mittel zu sehen, eine notwendige Diskussion zu beleben, warum andere Länder eine Radio-Quote haben (man selbst in England ernsthaft darüber nachdenkt). Wie oder wo man zur Zeit über heimische Musik kompetent & umfassend informiert werden kann. & anlehnend an die kluge Idee dieser Zeit, dass eine Gesellschaft sich immer fordern & fördern sollte: bevor man den deutschen Musikern mit Häme begegnet, sollte man sich Zeit nehmen, um vorurteilsfrei herauszukriegen, was sie wirklich können. Vielleicht haben sie Ideen, was man der Banalisierung eines Lebens durch Kommerz, entgegensetzen kann.