Rückblick Thorsten Wingenfelder

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Aus der BZ

Beeindruckende Bluestitel mit hochwertigen Texten

Thorsten Wingenfelder stellt in der Galerie Rusch sein neuestes Album „360° Heimat“ vor

Von Dr. Michael Mahlstedt

Brunsbüttel – „360° Heimat“: Titel der neuen CD von Thorsten Wingenfelder. Genauso hieß auch das „Lyra“-Konzert, das der Sänger und Gitarrist am Sonntagabend in der ausverkauften Galerie Rusch gab.

Thorsten Wingenfelder, geboren 1966 in Hamburg, ist seit zwanzig Jahren Mitglied in der Hannoveraner Erfolgs-Rockband „Fury in the Slaughterhouse“, genauso wie sein Bruder Kai. Nebenbei geht er aber beruflich auch noch eigene Wege. Sein neuestes Projekt ist „360° Heimat“, sein erstes deutschsprachiges CD-Album. Es enthält zehn Titel – Lieder, bei denen der Sänger Wingenfelder von einer Band begleitet wird. Zusammen mit ihr hat er auch schon eine Promotiontour gemacht, aber in der Galerie Rusch wurde er aus Platzgründen nur von einem Trio begleitet – das aus ihm selber (Gitarre), Peter Jordan (Gitarre) und Ecki Hüdepohl (Keyboard) bestand. Jordan und Hüdepohl, zwei hervorragende Instrumentalisten, betätigten sich bei dem Konzert hin und wieder auch noch als Begleitsänger.

Soundcheck
Soundcheck

Songs aus dem neuen Album dominierten natürlich – Titel wie „Patty und Ray“, „Totgeburt der Stunde“, „Die Unperfekten“ „Der Wetterprophet“, „1966“ oder „360° Heimat“, alle mit einer fetzig-rockigen Begleitunterlage versehen. Aber es gab auch anderes zu hören, zum Beispiel „Youth is wasted“ (von der früheren Thorsten-Wingenfelder-CD „Driftland“) oder „Winterday“ (aus dem letzten CD-Album von „Fury in the Slaughterhouse“), zwei Blues-Stücke. Überhaupt gelangen die – relativ wenigen – Bluestitel besonders eindrucksvoll, wie etwa das grandiose Lied „Sterben („Denn wir werden sterben und das Leben geht weiter“) oder der – auch textlich hochwertige – Nils Frevert-Song „Oben auf ‘m Dach“.