Vorwort

Aus LYRA
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Zum Vergrössern bitte ins Bild klicken. Dank an Michaela Reh und den Boyens-Zeitungsverlag.

Weihnachtsgrusswort 2011

Weihnachtsgrüße

Liebe Lyra- Mitglieder, ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende- diesen Satz kann man bei den zur Zeit uns überhäufenden Jahresrückblicken oft hören. Bei Lyra indes trifft es zu. Ein sehr umfangreiches Programm stand den Lyra- Mitgliedern (und auch den nicht- Mitgliedern) zur Verfügung und es wurde unterschiedlich davon Gebrauch gemacht, überwiegend wurden die Angebote jedoch sehr gut angenommen. Ich will hier keine komplette Programm- Rückschau halten (die kann der geneigte Leser auf unserer homepage einsehen), aber auf einige Höhepunkte des kommenden Jahres hinweisen.

Wachwechsel bei LYRA: Dieter Wölfert (rechts) übernimmt die Rolle des ersten Vorsitzenden von Jens Rusch (links), der dieses Amt zehn Jahre ausfüllte.

Es geht am 20. Januar los mit „Triangle“, seit langen Jahren Lyra Haus- Gruppe für allerfeinste irische Musik (unbedingt reservieren). Weitere highlights werden das Jan Hengmith Konzert am 10. Februar, die Doris Gehrcke Lesung (hochinteressante Frau, sehr empfehlenswert, 24. Februar) sowie die Lyra- Konzerte mit Norman Keil (16. März) und Pierre Bensusan (er kommt wieder zu Lyra Mitte September!)sein. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem aktuellen Programm, nachzulesen wie immer auf der Lyra homepage.

War noch was? Ach ja, auch für Lyra wurde ein „Rettungsschirm“ aufgespannt. Gründer, bisheriger 1. Vorsitzender und Fast-Allein-Macher von Lyra Jens Rusch hatte bezüglich des Fortbestehens von Lyra die gelb- rote Karte aufgezeigt, es ging so nicht weiter mit seiner Überlastung, die für ihn langsam Existenz bedrohend wurde.

So wurde das bei der Jahreshauptversammlung im Oktober (es stand das Fortbestehen von Lyra auf dem Spiel) vorgestellte Konzept zur kleinteiligen Aufgabenverteilung anlässlich der am 5. Dezember neu einberufenen Hauptversammlung mit Leben gefüllt. Es fanden sich hoch motivierte Vereinsmitglieder, die den neu gewählten Vorstand bei seiner Tätigkeit tatkräftig unterstützen werden- zum Wohle aller, die auch weiterhin Konzerte und Lesungen auf sehr hohem Niveau genießen wollen.

Es bleibt Jens Rusch für seinen bisherigen Einsatz zu danken (wie es auch der Bürgermeister der Stadt Brunsbüttel, Stefan Mohrdieck in seinem Schreiben vom 24.11.2011 getan hat) sowie für sein weiteres Engagement vor allem als Beisitzer im Vorstand für die Künstler Akquise zuständig und für die auch zukünftige Bereitstellung seiner Galerie für die Lyra Veranstaltungen. Dafür gebührt ihm der Dank aller Lyra Mitglieder und Kultur- Genießer im Brunsbütteler Raum.

Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich Ihnen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein Gutes Jahr 2012, das Ihnen persönlich Wohlergehen und gute Gesundheit bringen möge und uns allen, dass die Erfolgsgeschichte von Lyra weitergehen möge.

Ihr Dieter Wölfert 1. Vorsitzender

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Rüdiger Nehberg war bereits zweimal bei LYRA zu Gast. Zu seinem 75ten Geburtstag gratuliert das LYRA-Orchester.--Jens Rusch 07:03, 4. Mai 2010 (UTC)



Kurzgefasste Entwicklungsgeschichte unseres Vereins

Der „Förderverein für Kulturarbeit LYRA e.V.“ ist der zweite Verein mit dieser satzungsgemäß formulierten Aufgabenstellung, den Jens Rusch in Brunsbüttel gründete.Der erste, der „Kulturring“, wurde gerade, nach fast 30 Jahren innovativer Tätigkeit eingestellt. Aber das ist eine andere Geschichte. „Eigentlich hasse ich Vereinsmeierei“ sagt Jens Rusch, folgte aber in Bezug auf Lyra dem Ratschlag von Dr. Wolfgang Plüghan, nach einer sich perpetuierenden unfruchtbaren Auseinandersetzung mit dem Kulturausschuss seiner Heimatstadt Brunsbüttel. „Man war einfach nicht bereit, unsere Zielsetzung zu verstehen“ und so folgte dem Kulturring und dem Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. ein dritter Verein. Dieser hat heute über 250 Mitglieder, die einen geringen Beitrag in Höhe von gerade einmal 20 Euro pro Jahr entrichten und dafür Vergünstigungen und Jahresgaben in mehr als der doppelten Höhe zurückerhalten.

Rusch folgte den Kriterien, die er von der Griffelkunst und der Kestner-Gesellschaft kannte, für die er früher Editionen herstellte, aber auch am PEP in Kellinghusen orientierte er sich, der eine ähnliche Zielsetzung hat. So ist der Verein LYRA e.V. heute zwar ebenfalls gemeinnützig, muss aber dennoch Abgaben an Künstlersozialkasse und GEMA in beträchtlicher Höhe entrichten. Allein dieser Hintergrund wäre für schwächere Initiativen bereits der Todesstoß und daher ist Lyra auch auf Expansion aus. Einfach, um seine engagierte Plattform zu erhalten. Das sprach sich auch unter Interpreten herum und es folgten solidarische Konditionen von international bekannten Musikern wie dem französischen Weltklasse-Gitarristen Pierre Bensusan oder aktuell von Jimmy Wahlsteen aus Schweden. Bensusan spielte unmittelbar nach seinem Lyra-Konzert im Centre Pompidou in Paris und im Amsterdam Concert-Gebouw. David Qualey und Werner Lämmerhirt gaben Konzerte in der kleinen Galerie Rusch, die gerade einmal 80 Leute fasst. Auch Peter Finger, Jan Hengmith und Ulli Bögershausen. Allesamt die Creme de la Creme der deutschen Akustik-Szene. Hellmuth Karasek zählt zu den ausgewiesenen Freunden des Vereins, bei dem er bereits viermal las. Sarah Kirsch, Harry Rowohlt und Karen Duve, Uwe Friedrichsen, Ralph Giordano, Hanne Hoger, Günter Kunert und Walter Kempowski – die lange Liste der Rückblicke auf der Lyra-Homepage lesen sich wie das „who is who“ anspruchsvoller Interpreten. Heute ist der Verein, nicht zuletzt auf Grund seines hohen Niveaus und seiner stattlichen Mitgliederzahl relativ unabhängig. Unterstützungsanträge an die dafür eigentlich zuständigen Gremien stellt Rusch jetzt nicht mehr. „Wir sind heute zwar autark, aber das hat einige Jahre gedauert. Mit etwas Weitblick und einem Minimum an Förderung hätte sich das bedeutend schneller entwickeln lassen. Alles eine Frage der Denkgeschwindigkeit“, sagt Jens Rusch. Aber immerhin redet ihm jetzt auch niemand in seine Programmvorstellungen hinein und diese Entscheidungsfreiheit ist ihm Lohn genug für die oft aufwändige Veranstaltungsorganisation.


Die zweite Generation

Am 5. Dezember 2011 wurde der Vorstand und die Orga-Struktur völlig erneuert. Siehe auch: Lyra-Rettungsschirm