Vorwort
Aus Lyra
Liebe Lyra-Mitglieder
und Freunde unseres engagierten Kultur-Programmes. Das neue Erscheinungsbild unserer Lyra-Heimseite wird Sie frappierend an Wikipedia erinnern - und das darf es auch gern. Wikipedia wurde als ein homogenes, schnell wachsendes Bildungsinstrument, als sogenanntes "Education-Tool" entwickelt. Die interne Hinweis-Verlinkung, Querverbindungen zwischen Inhalten etc, das sind sogenannte "Syntax-Features", die eine starke Informationsverdichtung bewirken. Ein Nebeneffekt, den wir sehr gern in Kauf nehmen sollten.
Hinzu kommt, daß wir als Kultur-Plattform angetreten sind und einen sehr großen Sinn in einer Vernetzung mit Künstlern und anderen Kulturschaffenden sehen.
Auf diese Weise haben wir bereits zwei andere lokale Plattformen mit ausgesprochen großem Erfolg geschaffen:
- Dithmarschen-Wiki Das regionale Dithmarscher Online-Lexikon
- Wattopedia Das Lexikon zur Wattolümpiade
Für mich persönlich war es vorrangig, ein Instrument für LYRA zu erhalten, das ich selbst mit wenig zeitlichem Aufwand aktualisieren kann. Das scheint jetzt gewährleistet.
Bitte lassen Sie sich auf eine kurze Gewöhnungszeit ein, stöbern Sie nach Herzenslust in unseren Rückblicken und behalten Sie unser aktuelles Programm im Auge!
- Lyrische Grüsse
- Jens Rusch
- 1. Vorsitzender
LYRA e.V.
Kurzgefasste Entwicklungsgeschichte unseres Vereins
Der „Förderverein für Kulturarbeit LYRA e.V.“ ist der zweite Verein mit dieser satzungsgemäß formulierten Aufgabenstellung, den Jens Rusch in Brunsbüttel gründete.Der erste, der „Kulturring“, wurde gerade, nach fast 30 Jahren innovativer Tätigkeit eingestellt. Aber das ist eine andere Geschichte. „Eigentlich hasse ich Vereinsmeierei“ sagt Jens Rusch, folgte aber in Bezug auf Lyra dem Ratschlag von Dr. Wolfgang Plüghan, nach einer sich perpetuierenden unfruchtbaren Auseinandersetzung mit dem Kulturausschuss seiner Heimatstadt Brunsbüttel. „Man war einfach nicht bereit, unsere Zielsetzung zu verstehen“ und so folgte dem Kulturring und dem Verein der Freunde und Förderer der Wattolümpiade e.V. ein dritter Verein. Dieser hat heute über 250 Mitglieder, die einen geringen Beitrag in Höhe von gerade einmal 20 Euro pro Jahr entrichten und dafür Vergünstigungen und Jahresgaben in mehr als der doppelten Höhe zurückerhalten. Rusch folgten den Kriterien, die er von der Griffelkunst und der Kestner-Gesellschaft kannte, für die er früher Editionen herstellte, aber auch am PEP in Kellinghusen orientierte er sich, der eine ähnliche Zielsetzung hat. So ist der Verein LYRA e.V. heute zwar ebenfalls gemeinnützig, muss aber dennoch Abgaben an Künstlersozialkasse und GEMA in beträchtlicher Höhe entrichten. Allein dieser Hintergrund wäre für schwächere Initiativen bereits der Todesstoß und daher ist Lyra auch auf Expansion aus. Einfach, um seine engagierte Plattform zu erhalten. Das sprach sich auch unter Interpreten herum und es folgten solidarische Konditionen von international bekannten Musikern wie dem französischen Weltklasse-Gitarristen Pierre Bensusan oder aktuell von Jimmy Wahlsteen aus Schweden. Bensusan spielte unmittelbar nach seinem Lyra-Konzert im Centre Pompidou in Paris und im Amsterdam Concert-Gebouw. David Qualey und Werner Lämmerhirt gaben Konzerte in der kleinen Galerie Rusch, die gerade einmal 80 Leute fasst. Auch Peter Finger, Jan Hengmith und Ulli Bögershausen. Allesamt die Creme de la Creme der deutschen Akustik-Szene. Hellmuth Karasek zählt zu den ausgewiesenen Freunden des Vereins, bei dem er bereits viermal las. Sarah Kirsch, Harry Rowohlt und Karen Duve, Uwe Friedrichsen, Ralph Giordano, Hanne Hoger, Günter Kunert und Walter Kempowski – die lange Liste der Rückblicke auf der Lyra-Homepage lesen sich wie das „who is who“ anspruchsvoller Interpreten. Heute ist der Verein, nicht zuletzt auf Grund seines hohen Niveaus und seiner stattlichen Mitgliederzahl relativ unabhängig. Unterstützungsanträge an die dafür eigentlich zuständigen Gremien stellt Rusch jetzt nicht mehr. „Wir sind heute zwar autark, aber das hat einige Jahre gedauert. Mit etwas Weitblick und einem Minimum an Förderung hätte sich das bedeutend schneller entwickeln lassen. Alles eine Frage der Denkgeschwindigkeit“, sagt Jens Rusch. Aber immerhin redet ihm jetzt auch niemand in seine Programmvorstellungen hinein und diese Entscheidungsfreiheit ist ihm Lohn genug für die oft aufwändige Veranstaltungsorganisation.
